Beim Standortwechsel zum Beispiel auf dem Weg zum mittäglichen Trinken, Baden, Putzen auf einem möglichst dem Äsungsplatz nahe gelegenen Gewässer, um Energie zu sparen, fliegen die Jungvögel auch noch Ende Januar -Wochen nach der Ankunft der Blässgänse im Winterlebensraum Niederrhein - im engen Kontakt mit den Eltern.

Idealer Äsungsplatz oberhalb von Wasserflächen.
Der Weg auf dem Deich in Rees-Bienen bietet eine weite Sicht über den durch die Flussregulierung vom Hauptstrom abgeschnittenen 100-200m breiten, in einem Bogen über fünf km sich erstreckenden Rheinaltarm und die nach Südwesten großflächig sich erstreckenden Weiden - ein unter Naturschutz stehendes Feuchtgebiet von internationaler Bedeutung. Dorado für Flora und Fauna - von den Wildgänsen als Schlaf- und mittäglicher Ruheplatz in Anzahl aufgesucht. Ein unvergessliches Erlebnis ist der Ab- und Anflug in winterliches Licht getaucht bei Sonnenauf- bzw. -Untergang mit der akustischen Untermalung des intensiven Gänsegeschnatters vor dem Start, der plötzlichen absoluten Ruhe, auf die mit tausendstimmigen Rufen die Gänse das Schlafgewässer verlassen, um sich oft mit noch kurzer Zwischenrast auf gewässernahen Flächen in alle Richtungen zu verteilen. Wenn auch der Beobachter die Bedeutung der variationsreichen Rufe in diesem Aufbruch nicht verstehen kann, klingen sie für ihn unverkennbar anders als die Angst- und Schreckensrufe von in Gefahr oder Bedrängnis geratener Wildgänse.